Lernen mit Lebens- und Arbeitsweltbezug

Im Konzept der Universitätsschule Dresden sind das Lernen mit Lebens- und Arbeitsweltbezug und die frühe intensive Berufsorientierung wichtige Bestandteile. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8 lernen deshalb zusätzlich zum Standort Cämmerswalder Straße auch an verschiedenen außerschulischen Lernorten und in Formaten, die sich stark vom klassischen Unterricht unterschieden.

Zum einen lernen sie über das Schuljahr verteilt mehrere Wochen in der Jugendschule am Standort Alte Ziegelei Prohlis, zum anderen gehen sie jede Woche zum Freitagspraktikum in Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Dresden. Hier lernen sie – zwei Jahre lang statt der üblichen zwei Wochen – verschiedene Berufsbilder kennen, übernehmen Arbeitsaufträge und bringen ihre Erfahrungen und Fragen in das Projektlernen an der Universitätsschule Dresden ein. Das Schuljahr wird hierfür in Trimester aufgeteilt. In jedem Trimester kann der Schüler oder die Schülerin entweder einen neuen Betrieb oder eine andere Abteilung in derselben Firma kennenlernen. Die Suche nach der Praktikumseinrichtung und die Bewerbung übernehmen die Jugendlichen selbst. Dabei werden sie von Lernbegleiterin Kathrin Roch unterstützt. Sie ist auch Ansprechpartnerin für die Firmen.

Informationen für interessierte Unternehmen

Wir bedanken uns bei den Firmen und Einrichtungen, die sich als Pioniere mit uns im Projekt „PRALL praxisorientiertes Lernen am außerschulischen beruflichen Lernort“ auf den Weg zu einer innovativen Berufsorientierung machen! FAQ – Fragen und Antworten für Unternehmen finden Sie unten auf dieser Seite.

PRALL – Das Freitagspraktikum in den Medien

Das Praktikumsprojekt #PRALL wird medial begleitet. So erhalten die Eltern und Jugendlichen einen Einblick in spannende Praktikumsbetriebe. Die Firmen zeigen, wie sie auf ihre eigene Weise die frühe Berufsorientierung umsetzen und junge Talente für sich und ihre Branche begeistern.

“Freitags geht Wilhelm auf Arbeit. Er ist 13, besucht die Universitätsschule Dresden und hat einen Praxistag in der Woche – ein ganzes Schuljahr. Während viele Neuntklässler zum ersten Mal ins Leben schnuppern – und das nur 14 Tage – geht die Unischule einen anderen Weg und schickt ihre Schüler raus ins Leben. Wir besuchten Wilhelm deshalb an seinem dritten Werktag bei der Spedition Emons, um mehr über diese außergewöhnliche Schulform zu erfahren.”
Online lesen: Wochenkurier Dresden, 06.01.2024

Hier haben Azubis ihre Schüler. Davon haben am Ende alles etwas: Warum es gut ist, junge Leute längere Zeit im Team lernen zu lassen.”
Der Wochenkurier besuchte Schüler der Universitätsschule Dresden im Sachsenwerk und berichtet, wie das Projekt mit Andreas Otmischi aus Kärnten, Österreich, nach Dresden kam.
Online lesen: Wochenkurier Dresden, 22.05.2024
Druckausgabe als Pdf: Wochenkurier Dresden, 25.05.2024

Fensterputzen kann doch jeder? Von wegen. David Karwinski, Georg Herrmann, Sebastian Schneider und Louis David Wendler schmunzeln bloß. Im dritten Lehrjahr bei Piepenbrock wissen sie es besser – und wollen dieses Wissen jetzt auch an Schüler der Universitätsschule Dresden weitergeben.”
Online lesen: Wochenkurier Dresden, 10.06.2024
Der Artikel erscheint voraussichtlich in der Druckausgabe am 15.06.2024

Vertiefte Berufsorientierung und erste Abschlüsse – Universitätsschule Dresden startet ins 5. Schuljahr
DieSachsen.de, 06.09.2023
An der Universitätsschule Dresden sind 720 Schülerinnen und Schüler ins neue Schuljahr gestartet. Wie auch in den vergangenen Jahren verändert sich mit jedem neuen Schulanfang nicht nur die Größe der Schulgemeinschaft, sondern es werden weitere Bausteine des Schulkonzepts umgesetzt. Im Schuljahr 2023/24 ist dies insbesondere die frühe Berufsorientierung mit dem Projekt PRALL und der Fortführung der Jugendschule in der Alten Ziegelei in Prohlis. Auch die ersten Noten für die Klassenstufe 9 und Integration der ukrainischen Kinder und Jugendlichen in die Schülerschaft stehen auf dem Plan.

FAQ – Fragen und Antworten für Unternehmen

Warum machen Firmen aus Dresden mit bei #PRALL, dem Freitagspraktikum?

Die Ausbildung von Fachkräften für die Zukunft ist eine Herausforderung für viele Unternehmen in der Region. Auf der Suche nach Schulabgängern mit einem klaren Bild von den eigenen Fertigkeiten und Interessen konkurrieren sie mit zahlreichen Firmen. Die Langzeitpraktikantinnen und -praktikanten der Universitätsschule Dresden streben ganz verschiedene Abschlüsse an und verzahnen das Lernen im Unternehmen mit dem Lernen an der Schule.

Kluge Köpfe
Die Firma erhält Zugriff auf Jugendliche, die in Teams arbeiten können, Projekterfahrung haben, sehr neugierig an neue Themen herangehen und auch bereits in der Schule Vorinformationen zur Firma erhalten haben. Das steigert die Qualität des Praktikums und verbessert die Ergebnisse für die Firma.

Nachhaltigkeit
Die ganzjährigen (1 x pro Woche jeden Freitag) Praktika sind wesentlich nachhaltiger als die 14-tägigen Blöcke. Die Jugendlichen erhalten einen wesentlich tieferen Einblick in die Firma und auch die möglichen Berufe.

Flexibilität
Das Trimester-System mit jeweils 12 Wochen erlaubt der Firma sehr viel Flexibilität bei der Teilnahme und Organisation.

Talente halten und fördern
Wir sehen das Projekt als Teil der „firmeninternen Personalentwicklung“. Auszubildende oder junge Mitarbeiter übernehmen die Verantwortung für das Projekt. Damit sind keine „teuren Fachkräfte“ in dem Projekt gebunden. In der Vorbereitung setzen sich die Lehrlinge intensiv mit ihrem eigenen Lehrberuf auseinander. Lehrlinge erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an Hospitationen in der Schule.

Lohn für die Mühe
Der Start beansprucht einen einmaligen Mehraufwand. Wenn die Strukturen dann eingerichtet sind, läuft das Projekt sehr selbstständig. Im „Learning by doing“ bearbeiten die Auszubildenden viele relevante Themen auch praktisch: Projektmanagement, Konfliktmanagement, Arbeiten im Team, Kompetenzvermittlung uvm.

Langfristig: Informierte Bewerber
Wenn ein ehemaliger Praktikant sich für die Ausbildung in der Firma bewirbt, tut er dies mit einem sehr großen Informationsschatz. Ein kurzfristiger Abbruch, weil die Vorstellung vom Ausbildungsberuf oder -ort nicht den Erwartungen entspricht, ist seltener zu erwarten.

Innovationskraft ausstrahlen
Die Firma profitiert von der Werbewirkung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsschule Dresden. Regelmäßige Berichte zu den Schülerprojekten in der Firma zeigen die Firma als innovativen Lehrbetrieb und auch den Lehrberuf in einem interessanten Rahmen. Das Image der Lehre wird generell gehoben und regelmäßig in die Öffentlichkeit getragen: Hier berichten junge Menschen über ihre Erfolge und Projekte!

Welche Unternehmen können beim Freitagspraktikum mitmachen?

Jede Firma, die sich innovativen Formaten der Berufsorientierung öffnen möchte, kann unabhängig von Größe, Branche und Organisationsform an dem Projekt teilnehmen. Auch Vereine sind unter den Partnerorganisationen.

Welche Schülerinnen und Schüler absolvieren das Praktikum?

Das Freitagspraktikum richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8. Sie streben an der Universitätsschule Dresden verschiedene Schulabschlüsse an: Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Alle nehmen zwei Jahre lang an diesem wichtigen Schritt beim Kennenlernen der eigenen Talente und Interessen außerhalb des Schulgebäudes teil. Sie werden dabei zunächst durch die Lehrkräfte der Universitätsschule Dresden eng begleitet und in den folgenden Trimestern immer selbstständiger bei der Recherche, im Bewerbungsprozess und der Reflexion für ihren individuellen beruflichen Weg.

Können wir als Firma die Schülerinnen und Schüler vorher kennenlernen?

Bei einer Firmenmesse können sich die Firmenvertreter und zukünftigen Praktikantinnen und Praktikanten kennenlernen. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben sich bereits erste Kontakte angebahnt und auch sehr junge Schüler haben zunächst skeptische Personalerinnen im persönlichen Gespräch von ihrer Eignung überzeugt.

Kann eine Praktikantin oder ein Praktikant nur einmal in dieselbe Firma gehen?

Nein. Ein Praktikum kann bei beiderseitigem Interesse natürlich verlängert werden. Ein Schüler / eine Schülerin kann beispielsweise auch in einem weiteren Trimester eine weitere Abteilung eines Unternehmens kennenlernen, aber auch genau denselben Arbeitsort und seine Aufgaben vertieft kennenlernen.

Ist ein Ausbilder notwendig oder können auch Azubis eingebunden werden?

Die teilnehmenden Betriebe sind sehr unterschiedlich – vom Dachdecker-Ein-Mann-Betrieb über mittelständische Industrieunternehmen bis zum Drogeriemarkt mit deutschlandweiten Standorten – und können so ganz verschiedene Formate umsetzen. Bei der Betreuung der Schülerpraktika durch Auszubildende lernen etwa Gleichaltrige voneinander. Die Azubis haben vielleicht gerade selbst den betreffenden Arbeitsschritt erlernt und können bei der Weitergabe ihr Wissen festigen. Darüber hinaus lernen sie die Rolle des Ausbilders kennen und können sich durch diese Verantwortungsübernahme im Unternehmen weiterentwickeln. Für alle Beteiligten kann dies zur Win-Win-Situation werden.

Wie ist das Jahr in Trimester aufgeteilt?

Im Schuljahr 2024/25 ist das Praktikumsjahr wie folgt aufgeteilt:
Trimester 1: jeden Freitag ab 06.09.2024 bis 30.11.2024
Trimester 2: jeden Freitag ab 06.12.2024 bis 21.03.2025 
Trimester 3: jeden Freitag ab 28.03.2025 bis 20.06.2025 

Während der festen Schließzeiten (orientiert an den sächsischen Schulferien und gesetzlichen Feiertagen) findet kein Praktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler haben neben den festen Schließzeiten die Möglichkeit, frei bewegliche Urlaubstage zu nehmen. Über diese informieren sie das Unternehmen selbst.

Muss eine Firma das ganze Jahr über Praktikumsplätze anbieten?

Nein. Besonders wenn Auszubildende in die Betreuung der Schülerpraktika eingebunden sind, kann es schwierig sein, ein gesamtes Schul- bzw. Kalenderjahr abzudecken. Deshalb ist das Angebot auch in ausgewählten Trimestern mit einer variablen Anzahl von Praktikumsplätzen möglich, z.B. kein Praktikumsplatz im 1. Trimester, 2 Plätze im 2. Trimester, 4 Plätze im 3. Trimester.
Ein angebotenes Trimester sollte aber vollständig abgedeckt werden.

Wie viele Plätze sollte eine Firma anbieten?

Das entscheiden Sie individuell. Ganz entsprechend Ihrer Möglichkeiten können sie einen einzelnen Platz aber auch mehr anbieten. In den verschiedenen Trimestern kann die Anzahl variieren.

Gibt es die Möglichkeit auch in höheren Klassen ins Unternehmen zu gehen?

Ja. Auch Schülerinnen und Schüler der höheren Klassenstufen haben die Möglichkeit eines Berufspraktikums. Dieses findet in der Regel als Blockpraktikum über 2 Woche statt. Individuelle Regelungen sind aber auch hier vorstellbar.

Was passiert, wenn das Praktikum kurzfristig abgesagt werden muss?

Bei aller Flexibilität für die teilnehmenden Firmen bitten wir im Sinne der Schülerinnen und Schüler darum, dass ein angebotener Praktikumsplatz mit unterschriebener Praktikumsvereinbarung nicht kurzfristig zurückgezogen wird. Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, das Freitagspraktikum zu absolvieren und können in diesem Fall nur schwer eine schnelle Ausweichmöglichkeit finden. Auch für ihre weitere Motivation ist es bedeutend, dass sie für ihre Bemühungen Wertschätzung erfahren.

Kontakt – Wie kann mein Unternehmen mitmachen?

Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail an berufsorientierung@us-d.de bei Kathrin Roch, Lernbegleiterin an der Universitätsschule Dresden und Betreuerin des Projekts “PRALL – praxisorientiertes Lernen am außerschulischen beruflichen Lernort”

Wenn Sie bereits eine konkrete Vorstellung haben, ergänzen Sie gern direkt die folgenden Informationen:
Praktikumsort:

Praktikumszeitraum:
Ansprechpartner / Kontakt:
Anzahl der Plätze:
Was wird gezeigt / gelernt:
Hinweise zu Alter / Voraussetzungen:

Frau Roch meldet sich bei Ihnen persönlich um weitere Fragen zu beantworten und Sie zu beraten.

Über die Universitätsschule Dresden

Die Universitätsschule Dresden ist ein gemein­sames Projekt der Landes­haupt­stadt Dresden und der Technischen Universität. Sie ist eine öffentliche und kostenfreie Gemeinschaftsschule in städtischer Trägerschaft, an der unter wissen­schaft­li­cher Begleitung innovative Formen des Lehrens und Lernens erprobt werden. Darüber hinaus ist sie Ausbildungsschule für zukünftige Lehrkräfte und künftig auch Weiter­bildungs­schule für Lehrer:innen. Wissenschaftlich begleitet wird der Schulversuch von der Forschungsstelle ForUS an der TU Dresden.


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Die Universitätsschule ist ein gemeinsames Projekt
von Landeshauptstadt Dresden und TU Dresden.