„Wie Demokratie an sich selbst scheitern kann“ – eine Podiumsdiskussion als Gelingensnachweis

Am 29. Mai 2026 fand an der Universitätsschule Dresden eine besondere Podiumsdiskussion statt. Unter dem Titel „Wie Demokratie an sich selbst scheitern kann“ setzten sich Schülerinnen und Gäste gemeinsam mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinander. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Lia Nötzoldt und Hedi Götze im Rahmen der Projektarbeit in der Qualifizierungsstufe. Beide Schülerinnen lernen im Jahrgang 10 und haben die Diskussion als Gelingensnachweis zum Abschluss des 11 Wochen dauernden Projektzyklus‘ organisiert.

Auf dem Podium diskutierten die Bundestagsabgeordnete Rasha Nasr, der Geschichtslehrer der Schule Martin Herold sowie Erik Sczygiol, stellvertretender Generalsekretär der Bundesschüler:innenkonferenz. Gemeinsam beleuchteten sie, unter welchen Bedingungen demokratische Systeme ins Wanken geraten können – und warum es wichtig ist, solche Entwicklungen früh zu erkennen.

Im Gespräch ging es unter anderem um politische Polarisierung, sinkende Wahlbeteiligung und wachsendes Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen. Dabei wurde deutlich: Demokratie ist nichts Selbstverständliches, sondern lebt davon, dass Menschen sich einbringen, mitdiskutieren und Verantwortung übernehmen.

Besonders die Rolle von Bildung und politischer Beteiligung junger Menschen stand im Fokus. Erik Sczygiol hob hervor, wie wichtig echte Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schüler:innen sind. Martin Herold ergänzte die Diskussion mit historischen Beispielen, die zeigen, wie verletzlich demokratische Strukturen sein können. Rasha Nasr brachte aktuelle politische Perspektiven ein und betonte die gemeinsame Verantwortung von Politik und Gesellschaft.

Auch das Publikum wurde aktiv einbezogen, und es wurden live Fragen beantwortet. So entstand ein lebendiger Austausch, der zeigte, wie relevant und greifbar politische Themen im Schulalltag sein können.