,,Literatur Pur” bietet spannende Autorenlesung
Autorin: Luisa Biermann

Der Schriftsteller Johannes Herwig besuchte am 24. März 2026 unsere Schule. Dabei stellte er seinen Jugendroman ,,Bis die Sterne zittern” vor und beantwortete Fragen der Schüler und Schülerinnen.
,,Bis die Sterne zittern” ist eine der Pflichtlektüren in Sachsen im Prüfungsjahrgang 2025/26. Der Autor selbst bietet deshalb Lesungen zu seinem Buch in Schulen an. Im Rahmen der Nachmittags-Lernzeit ,,Literatur Pur”, welche durch Sophie Koalick organisiert wird, konnten wir – Schüler und Schülerinnen der Unischule – an solch einer Lesung teilnehmen.
Johannes Herwig kommt aus Leipzig und hat eine Zeit lang in Dresden gewohnt. Sein Roman spielt in Leipzig zur NS-Zeit und handelt von Harro, der in einer Clique Anschluss findet, die sich gegen die Staatsjugend und das Regime stellt.
Die Lesung begann mit einer Begrüßung der Schülerin Anna Pidun, die sich für sein Kommen bedankte: ,,Schön, dass es geklappt hat und Sie sich Zeit für diese Autorenlesung nehmen konnten.” Nach diesem freundlichen Empfang ging das Wort an den Autor. Er stellte sich noch einmal kurz selbst vor, gab einen Einblick in die geschichtlichen Hintergründe seines Buches und trug schließlich vier Textstellen aus seinem Buch vor. Dabei ging er nicht chronologisch vor, sondern las zunächst aus dem letzten Kapitel. Gleich darauf folgten der Prolog und weitere Szenen aus dem Buch. Die Ausschnitte machten neugierig, ohne zu viel zu verraten. Zwischendurch erklärte der Autor immer noch kurz, an welcher Stelle wir uns in der Geschichte befinden und was davor passiert ist.

Nach dem Lesen durften wir Schüler und Schülerinnen unsere Fragen stellen. Eine davon lautete: ,,Gab es einen Aha-Moment oder noch Alternativen für den Titel?” Johannes Herwig erklärte, dass er lange nur einen provisorischen Arbeitstitel hatte, der aber überhaupt nicht gut klang und unbedingt geändert werden sollte. Seine Lektorin gab ihm dann den Tipp, dass die besten Titel oft direkt im Buch zu finden sind. Zufällig stieß er dann auf den Satz ,,Und als Hilma nach Hause ging und mit ihr das Koffergrammofon, sang der Rest in die Nacht, bis die Sterne zitterten.” und entschied sich schließlich für den Titel ,,Bis die Sterne zittern“.
Nach der Lesung nahm sich der Autor sogar noch Zeit, Autogrammkarten zu unterschreiben, was die Schüler und Schülerinnen sehr gefreut hat.
Die Autorenlesung gab den Schülern und Schülerinnen einen guten Einblick in das Buch und seine geschichtlichen Hintergründe. Einige wurden bestimmt angeregt, das Buch nun selbst zu lesen. Für Schüler und Schülerinnen, die in diesem Jahr Prüfung schreiben, war die Lesung eine hilfreiche Vorbereitung, um die Inhalte besser zu verstehen und sicher wiederzugeben.
