Schule der Zukunft

Wir laden Sie ein, die Schule auf einem virtuellen Rundgang auf der Plattform Padlet zu entdecken. Lernen Sie unsere Leiterinnen, das Konzept und die Lern- und Arbeitsräume kennen! Wir zeigen Ihnen Beispiele aus dem Projektunterricht und laden zum Mitmachen ein

Die Universitätsschule vereint drei Einrichtungen unter einem Dach: Sie ist Grund- und Oberschule für Dresdner Kinder, aber auch Forschungsschule und Aus- und Weiterbildungsschule der TU Dresden. So bietet sie eine Möglichkeit, die Schule der Zukunft zu denken und unter wissenschaftlicher Absicherung zu erproben.
Es werden grundlegende Prozesse und Abläufe in Schule überdacht und Alternativen erprobt. Innovative Formen des Lehrens, Lernens und Zusammenlebens werden erarbeitet, erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. In diesen Lehr-Lernsettings lernen alle Schüler*innen miteinander: individualisiert und kooperativ. Digital gestützt werden die individuellen Lernprozesse mit Unterstützung der Pädagog*innen in einer dafür entwickelten Software dokumentiert.

Die Universitätsschule Dresden in Fakten

  • eine 3 zügige Schule (ca. 800 Schülerinnen und Schüler in der Endausbaustufe) in der Cämmerswalder Strasse 41 in Dresden
  • Start im Schuljahr 2019/20 mit 200 Schüler*innen in Schulklassen der 1., 2., 3. und 5. Jahrgangsstufe
  • Schüler*innen lernen zunächst von der 1. – 10. Klasse (Grund- & Oberschule) durchgängig in jahrgangsübergreifenden Gruppen zusammen
  • enge Kooperationen mit Kita und Sekundarstufe II (berufliche Ausbildung / Gymnasium)
  • Schüler*innen aus ganz Dresden können die Schule besuchen
  • Schule in Trägerschaft der Stadt Dresden und genehmigungspflichtig nach §15 SächsSchulG, Eltern zahlen kein Schulgeld
  • Schüler*innen lernen unterstützt von einem digitalen Lern- und Schulmanagementsystem

Lernen in Projekten

Mit den Projekten sind unterschiedlichste Lehrplaninhalte zu bearbeiten. Das Lernen findet selbsttätig, begleitet in Projekten statt. Diese können auf zwei Wegen initiiert werden.

  • Einzelne Schüler*innen entwickeln eine Projektidee. Sie planen und steuern unter Rücksprache mit den Lehrer*innen alle Phasen des Projekts.
  • Schülergruppen erhalten einen externen Projektauftrag von Mitschüler*innen oder Lehrer*innen. Hierbei wird die Schülergruppe zunächst zum Fragen und zum Hypothesen bilden angeregt, bevor sie über Planungen und Lösungsversuche zum endgültigen Wissen gelangt.

Urlaub statt Ferien

Schüler*innen und Lehrer*innen haben keine Ferien mehr, sondern nehmen Urlaub. Dieser Urlaub wird beantragt und danach werden Projektabläufe geplant und der Lehrer*inneneinsatz geplant. Jeder Schüler/ jede Schülerin kann Urlaub wie die regulären Ferien haben.
Für einen Schüler/ eine Schülerin mit 11 Jahren bedeutet das, im Schuljahr 974 Unterrichtsstunden besuchen zu müssen (nach sächsischer Stundentafel). Die Schüler*innen buchen ihre Ferien am Anfang des Schuljahres.

Jede Schulwoche kann unterschiedlich sein. Ein sehr anspruchsvoller Tag im rhytmisierten gebundenen Ganztag könnte bei einem Schüler/ einer Schülerin wie folgt aussehen:

Pädagogische Leitlinien

Eine Schule für alle
Die Schule wird getragen von einem weiten Inklusionsverständnis.

Schule als demokratische Gemeinschaft
Die Universitätsschule erprobt demokratische Beteiligungs- und Steuerungsformen in und von Schule.

Lern- und Bildungsverständnis
Bildung wird als selbsttätig erarbeiteter und personal verantworteter Prozess verstanden. Die Universitätsschule ermöglicht individuelle Lernwege und Fähigkeiten ebenso, wie kooperative Lernformen und Fähigkeiten.

Schule als Lebens- und Erfahrungsraum
Als Lebensraum bietet sie jedem einzelnen die Möglichkeit zur Entfaltung in der Gemeinschaft.

Schule als Akteurin in der kommunalen Bildungslandschaft
Sie geht gezielt Kooperationen mit Bildungseinrichtungen ein, aber auch mit Partnern aus Kommune, Gesellschaft, Wissenschaft, Freizeit, Religion und Wirtschaft.

Eine ausführliche Darstellung des Konzepte können Sie hier als Pdf herunterladen: Konzeption Universitätsschule

Konzeptionelle Teilbereiche

1. Jahrgangsübergreifendes, fächerverbindendes, ganztägiges Lernen
Die Universitätsschule entwickelt Organisationsformen für fächerverbindendes, ganztägig rhythmisiertes Lernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen.

2. Leistungsermittlung, Beurteilungen
Die Universitätsschule soll eine Schule werden, die auf Komptenzrastern beruht und eine Umwandlung von Kompetenzen in Noten erprobt. Diese Entwicklungsarbeit ist in den ersten Jahren zu leisten. Bis dahin wird benotet.

3. Bildungstechnologische Strategie
Die Universitätsschule fundiert Lehr-Lern-Settings, die individualisiertes und kooperatives Lernen gleichermaßen unterstützen können, medienpädagogisch, medientechnologisch und bildungstheoretisch.

4. Mehrsprachigkeit und Diversität
Die Universitätsschule entwickelt Lehr-Lernsettings, in denen Schülerinnen und Schüler z. B. verschiedene Sprachen sprechen und mit ihnen lernen können. Mehrsprachigkeit dient der Stärkung der plurikulturellen Identität und Selbstwertgefühle der Lernenden.

5. Übergang Kita-Schule
Es wird eine aktive Kooperation mit Kitas im Umfeld der Schule gesucht. Perspektivisch wird ein Aufbau einer eigenen Kita angestrebt.

6. Berufsorientierung und Übergang Schule-Beruf
Die Universitätsschule entwickelt ein umfassendes Konzept zur Berufsorientierung und -vorbereitung und für den Übergang zwischen Schule und Beruf.


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@unischuleTUD

Die Universitätsschule ist ein gemeinsames Projekt
von Landeshauptstadt Dresden und TU Dresden.