
Zum Thema „Gewusst wie: junge Talente bilden, begeistern und binden“ fand am 11. September 2025 im Impact Hub auf der Trompeterstraße die Vocatium-Tagung Dresden statt. Sie richtete sich an Personalvertreter, Führungskräfte, Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen, Studienberatende, Mitarbeitende außerschulischer Lernorte, Lehrkräfte und im Bereich der Berufsorientierung Tätige.
In abwechslungsreichen Vorträgen sprachen verschiedene Teilnehmer über die Generation Z und ihre besonderen Bedürfnisse in der Vorbereitung und Ausbildung. Außerdem gab es spannende Ideen für die
Nachwuchsgewinnung. Hier können Sie das Vortragsprogramm als Pdf herunterladen.
Maxi Heß als Schulleiterin und Andreas Otmischi von der My Academy Greifenburg in Kärnten, Österreich; seit 2021 Unterstützer unserer Berufsorientierung, nahmen als Impuls-Vortragende teil. Beim der gemeinsamen Präsentation „Das Freitagspraktikum – Lernen mit starkem Lebens- und Arbeitsweltbezug: ein Gegenmittel für Schulfrust?!“ berichteten auch einige unserer Schüler und Schülerinnen über ihre Praktikumserfahrungen, die damit verbundenen Herausforderungen und Einflüsse auf ihr Lernen sowie ihre Sicht auf den zukünftigen Berufsweg. In der anschließenden Podiumsdiskussion traten zwei weitere Lernende zusammen mit Lernbegleiterin Kathrin Roch vor die Anwesenden.

Mit viel Aufregung aber auch Selbstbewusstsein traten Philo, Clara, Emil, Sara und Marcus aus der Jugendstufe vor die Teilnehmenden. Es gab viel Beifall für ihren Auftritt und die Beiträge der Unischülerinnen und -schüler in der anschließenden Diskussionsrunde u.a. mit Staatssekretär Wilfried Kühner aus dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus.

Emil berichtet über die Veranstaltung: „Gemeinsam mit den anderen ausgewählten Schülerinnen und Schülern betraten wir die Bühne, um unsere eigenen Erfahrungen aus Praktika zu berichten und die Sicht der Jugendlichen auf Berufsorientierung darzustellen. Ich selbst erzählte von meinen Freitagspraktika, die seit einigen Jahren einen festen Bestandteil meines Schulalltags bilden. In meiner Rede berichtete ich von bisher vier Praktika: Im Buchladen „Bücher’s Best“ lernte ich, wie wichtig Freundlichkeit, Organisation und Genauigkeit sind – gleichzeitig merkte ich, dass der Einzelhandel nicht mein Bereich ist. Beim IT-Service „Dresden IT“ konnte ich meine Begeisterung für Technik entdecken, lernte Softwareprobleme zu lösen und Hardware zu warten. Bei den Verkehrsbetrieben DVB AG sammelte ich wertvolle Erfahrungen in Teamarbeit, Kommunikation und strukturiertem Arbeiten.
Aus allen Praktika habe ich mitgenommen, selbstständig Verantwortung zu übernehmen, meine Stärken zu erkennen und zu wissen, welche Tätigkeiten mir weniger liegen.
Ich erklärte auch, wie die Praktika meine Sicht auf das Lernen verändert haben: Dinge wie Mathematik, logisches Denken und Englisch begegnen einem in der Praxis wieder und sind deutlich nützlicher, als man im
Unterricht manchmal denkt. Außerdem betonte ich, dass die Praktika mir helfen, meine Interessen – insbesondere im Bereich Technik und Informatik – besser einzuschätzen, und dass jede Erfahrung, auch wenn sie nicht direkt zu meinem Wunschberuf passt, wertvoll ist.
Der gemeinsame Auftritt auf der Bühne zeigte nicht nur unsere persönlichen Erfahrungen, sondern verdeutlichte auch, wie Schülerinnen und Schüler die Berufsorientierung erleben. Wir konnten unsere Sichtweise aktiv einbringen, unsere Stärken und Lernprozesse vorstellen und damit einen Einblick in die Realität hinter den Schulpraktika geben.„
Vielen Dank an Sara, dass wir ihren Beitrag hier veröffentlichen dürfen:
„Jeden Freitag gehe ich zum Praktikum. Für meine Freunde außerhalb der Schule ist es unvorstellbar, für mich ist es allerdings Alltag. Ich finde es super, es hat viele Vorteile. Erstens: Ich kann verschiedene Erfahrungen sammeln, die mir helfen zu wissen, was ich später einmal werden möchte.
Mein erstes Praktikum habe ich in einer Kita absolviert, die ich als kleines Kind schon besucht habe. Es waren 3 Monate voller Freude. Ich habe mich die ganze Woche auf Freitag gefreut. Bis jetzt ist es mit das beste Praktikum, das ich je besucht habe. Die Erfahrungen mit kleinen Kindern lesen zu lernen und ihnen zuzusehen, wie sie sich entwickeln. Es hat mich berührt, wie schnell sie mich in ihr Herz geschlossen haben.
Fazit: Es ist super zu lernen, was, hinter den Kulissen” so passiert. Jeder kennt den Kindergarten aus seiner Kindheit, es ist aber viel mehr.
Natürlich gibt es auch Praktika, die nicht ganz so viel Spaß machen. Genauso wie mein Zweites. Dieses Praktikum habe ich in einer Gartenbau-Firma absolviert. Das ist nicht für jeden was. Es ist handwerklich und im
Winter sehr kalt. Für mich besonders ist es nichts, weil es sehr früh beginnt. Aber diese Erfahrungen sind auch wichtig.
Auch unsere Lehrer helfen uns jederzeit unsere Praktika zu finden. Es ist auch eine super Voraussetzung
in der 6. Klasse anzufangen, Bewerbungen zu schreiben. Wir hatten extra einen Workshop dafür.“
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Lernen mit starkem Lebens- und Arbeitsweltbezug und zur Berufsorientierung im Konzept der Universitätsschule Dresden.
