In der KUNTERBUNT-Ausgabe im Dezember 2025 wies Schulleiterin Maxi Heß auf die unsichere Finanzierung der Begleitforschung an der TU Dresden hin. Ebenso wie die Schulgemeinschaft hat auch die Forschungsstelle ForUS am 6. Januar aus der Zeitung erfahren: „Kein Geld mehr ab Januar – Land stoppt Zuschuss für die wissenschaftliche Begleitung der Universitätsschule Dresden“.

Nun fragt die Elternvertretung der Universitätsgemeinschaftsschule in einem offenen Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten, an das sächsische Ministerium für Kultus und das sächsische Ministerium für Wissenschaft sowie an die TU Dresden: Wie geht’s weiter im Schulversuch Universitätsschule Dresden?
Drei Jahre lang konnten aus sächsischen Landesmitteln vier Mitarbeiter:innen der Forschungsstelle Universitätsschule (ForUS) an der TU Dresden finanziert werden. Die Forschenden vollzogen unter anderem die jährlichen Lernstandserhebungen mithilfe standardisierter Tests (DEMAT, HSP und ELFE) an der Universitätsschule Dresden und Dresdner Vergleichsschulen, sowie Befragungen der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte – viel wichtiger aber noch: die Auswertung dieser Daten. Die Datenerhebung und -auswertung sind Grundlage für die datenbasierte Schulentwicklung im Rahmen des deutschlandweit einmaligen Schulversuchs. Ohne Auswertung wird aus dem gesammelten Datenschatz ein Datenfriedhof, die grundlegende Idee des Schulversuchs – innovative Lehr-Lernformate erproben, erforschen und weiter entwickeln – geht verloren. Was bedeutet das für die Forschungsstelle Universitätsschule ForUS an der TU Dresden, die Schule und den Schulversuch?
Ab Januar gefördert wird weiterhin die wissenschaftliche und mediale Begleitung für das Transferprojekt ALSO – Alternatives Lehramtspraktikum. Das gemeinsam mit der Universitätsschule entwickelte semesterbegleitende Lehramtspraktikum für zukünftige Lehrkräfte in Ausbildung an der TU Dresden ist nun der Schwerpunkt der Mitarbeitenden in der Forschungsstelle Universitätsschule ForUS.
Die Forschungsstelle Universitätsschule ist wertvoll, denn …



Warum entscheiden sich Eltern, Lernbegleitende und Schüler für die Universitätsschule Dresden? Ein Grund ist, die Freiheit für die Gestaltung des Lernens im wissenschaftlich begleiteten Schulversuch von TU Dresden und Stadt Dresden. An der öffentlichen Schule ohne Schulgeld kann das Lernen schülerzentriert gestaltet werden – wie an vielen Schulen in privater Trägerschaft mit Schulgeld. Vater Ulrich Puhlfürst erklärt, was ihm außerdem noch wichtig ist: Kompetenzen für die Zukunft erwerben mit Spaß.
Für Schülersprecherin Hedi Götze sind „mehr Mitbestimmung und individuelle Lernwege“ ein großer Vorteil beim Lernen im Schulversuch. In ihrem Plädoyer für die Fortführung der Begleitforschung fordert sie Solidarität und verlässliche Förderung.
Mitmachen? Mitmachen!
Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft und Unterstützer der Forschung für die Schule der Zukunft sind eingeladen, sich mit einem Brief an die Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Verwaltung und mit einem Plädoyer und zu beteiligen. Weitere Statements und Informationen zur Arbeit der Forschungsstelle Universitätsschule ForUS sind auf der Schulwebseite Forschung für die Schule der Zukunft zusammengetragen.
– Briefvorlage zum Download als Word-Dokument (.docx mit Möglichkeit zur Anpassung)
– Briefvorlage zum Download als PDF
– Wie funktioniert es? Anleitung für den Versand (PDF)
Weiterlesen: News auf den Seiten der Forschungsstelle Universitätsschule ForUS
– DEMAT, HSP und ELFE – keine Lernstandserhebung 2026 an der Universitätsschule?, 19.2.26
– Datenschatz oder Datenfriedhof? Begleitforschung der Universitätsschule nicht gesichert, 5.1.26
– 3 Jahre ForUS, 6 Jahre Begleitforschung – So unterstützen die Wissenschaftler:innen, 24.9.25




Danke für die Unterstützung im Namen der Elternvertretung! Zahlreiche Briefe und fast 500 Postkarten wurden bisher gestaltet und gesendet. Eine Auswahl zeigen wir in der News Große Beteiligung an der Aktion „Wie geht’s weiter im Schulversuch Universitätsschule Dresden?“.

